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  • Julia von Grundherr

Bühne frei für gemeinsames Lernen! Ein Teamspirit-Booster für besseres Innovationsklima im Change

Aktualisiert: Apr 14


Ein Start up-Team wollte sich nach einer Remote- und Kurzarbeitsphase wieder näher kommen, Veränderungen in der Zusammensetzung verarbeiten, sich der eigenen Stärken bewusster werden. Dazu kam als Hauptanliegen des Inhabers eine Innovationsfragestellung – es sollten via Design Thinking geniale tragfähige Ideen für neue Produkte entstehen, gern bis zur Testreife entwickelt. Zeitrahmen: Zwei Tage.

Ambitioniert oder schon utopisch?


Führungskräfte erwarten vieles gleichzeitig von einem Teamworkshop. Beim Priorisieren rutscht dann bisweilen das in-Kontakt-Kommen außerhalb des Job-Kontextes als zwar notwendiges, aber am ehesten verzichtbares Element ans Ende der Liste. Der gemeinsame Absacker an der Hotelbar ist derzeit out. Was also tun für den Teamspirit in Zeiten des Abstandsgebots und extrem knapper Budgets?


Bühne frei!


Ich wollte etwas einsetzen, das gemeinsamen Spaß bringt, aber auch den Einzelnen sichtbarer macht. Und habe darum die Intervention „Bühne frei!“ entwickelt. Leicht und schillernd wie ein Schmetterling, kann sie sich aber eindrücklich entfalten und lange nachwirken: Die Teilnehmer überlegen sich dazu im Vorfeld etwas, das sie ihren Teamkollegen in 10-20 Minuten vermitteln oder vorführen möchten. Idee und ggf. Material bringen sie zum Workshop mit, die Inhalte der kleinen Sessions bleiben dem Plenum geheim. Vor Ort haben wir die Slots dann gemeinsam zwischen den Arbeitsphasen und in die Abende und sogar frühen Morgenstunden positioniert – die Teilnehmer hatten ein perfektes Gespür dafür, wann ihr Beitrag am besten passen würde.


Lustig, nützlich, überraschend


Was dabei rumkam? Wir haben zusammen ein eigens designtes Rätsel gelöst, den Cup Song performed, die Räubersprache gelernt, ein Notizbuch gebunden, Yoga gemacht und angeregt über ein inspirierendes Buch diskutiert. Jeder durfte eine Seite von sich zeigen, mit der er sich wohl fühlt und auskennt. Jeder war mal im Lead. Jeder hatte die gleichen Voraussetzungen. Alle haben zusammen neue Dinge von- und übereinander gelernt – Lustiges, Nützliches, Überraschendes, Herausforderndes. Unvergessliches, steht im Feedback. Eine Erfahrung, so bunt wie das Team selbst. Mit geringem Ressourcenaufwand in Zeitfenstern, die ohnehin für Energizer oder gemeinsame Freizeitgestaltung offenstanden.


Ach, und die Produktentwicklung? Die haben wir natürlich auch gemacht. Mit richtig gutem Output.

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